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 Friday, December 04, 2009
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Mikroroboter für die Nanotechnologie und ein neues Tool für die
Neurochirurgie: Mit Imina Technologies und StereoTools haben gleich
zwei Spin-offs der EPF Lausanne 130‘000 Franken bei venture kick
gewonnen. Den beiden Teams ist es gelungen, die Jury bestehend aus
erfahrenen Unternehmern, Investoren und Startup-Experten mit ihrer
innovativen Leistung in den Sektoren Medizin- und Nanotechnologie zu
überzeugen.
venture kick schüttet pro Jahr mehr als zwei Millionen Schweizer
Franken à fonds perdu aus und will damit die Zahl der
Unternehmensgründungen an Schweizer Hochschulen und Universitäten
verdoppeln. In der diesjährigen Dezemberrunde gingen je 130‘000 Franken
an die beiden EPF Spin-offs Imina Technologies und StereoTools.StereoPod: einfacher, bequemer, kostengünstiger
Mit ihrem neu entwickelten System haben sich Remi Charrier und
Jean-Philippe Thiran zum Ziel gesetzt, Gehirnoperationen wesentlich zu
vereinfachen. Das einfache Design ihres StereoPods bringt Vorteile für
Patienten und Chirurgen. Jean-Philippe Thiran: «Unser Apparat ist viel
handlicher und kleiner als die Geräte, die im Moment eingesetzt werden.
Mit dem StereoPod werden die Operationen kürzer. Davon profitieren die
Patienten wie auch die Chirurgen. Und last but not least lassen sich
dadurch natürlich die Operationskosten senken.» Zurzeit sind die beiden
Firmengründer mit einer Reihe von klinischen Tests beschäftigt und
hoffen, dass ihr Produkt bald den Markt erobert. Kleine Roboter mit grosser Wirkung
Hohe Präzision auf kleinstem Raum: miBot heisst der entwickelte
Mikromanipulator von Imina Technologies. Dem Spin-off rund um
Christophe Canales ist es gelungen, würfelgrosse mobile Mikroroboter
für die Arbeit unter dem Mikroskop zu entwickeln, an denen Klemmen,
Pinzetten oder Spritzen befestigt werden können. Durch diesen
«mechanischen Arm» sind feinste Bewegungen und ein intuitives Vorgehen
bei Mikromanipulationen möglich. Zudem kann durch ihr System die
Vorlaufzeit drastisch gesenkt und durch mehr Stabilität bessere
Resultate erzielt werden. Mit ihrem innovativen Produkt hat Imina
Technologies diesen Herbst bereits den Tomorrow’s Market Award
gewonnen, der mit 50‘000 Franken dotiert ist. venture kick: über drei Millionen Franken ausgeschüttet
Von der Finanzspritze haben unterdessen knapp 100 Projektteams aus den
unterschiedlichsten Bereichen profitiert: von der Medizinaltechnik über
die Informations- oder Biotechnologie bis zur innovativen
Sportgeräteentwicklung. Eine laufende Umfrage unter den geförderten
Startups zeigt, dass die Initiative weit mehr als nur den Startschuss
für neue Firmengründungen setzt. Bis anhin wurden weit mehr als 400
Arbeitsplätze geschaffen. Und dank venture kick gelingt es den
Jungunternehmern auch weitere Geldgeber an Land zu ziehen. Die Daten
aus der laufenden Umfrage zeigen, dass pro ausgegebenem venture kick
Franken rund 10 Franken von anderen Geldgebern bereit gestellt wurden.
Das entspricht einem Finanzierungsvolumen von über 3 Millionen Franken. Wettbewerbsverfahren über drei Stufen
Monatlich erhalten jeweils acht Projekte die Chance, sich vor einer
Jury, bestehend aus erfolgreichen Unternehmern und Investoren, zu
präsentieren. Die vier Gewinner erhalten je 10'000 Franken und
qualifizieren sich automatisch für die zweite Runde drei Monate später.
Dort geht es um 20'000 Franken, die wiederum an die ‚bessere Hälfte‘
der Projektteams ausgeschüttet werden. In der dritten Runde sind dann
nach weiteren sechs Monaten die letzten 100'000 Franken zu gewinnen.
Die Ausrichtung der Förderbeiträge erfolgt à fonds perdu und ist nur
mit einer Bedingung verknüpft: Die Auszahlung der letzten 100‘000
Franken erfolgt erst, wenn die neue Firma effektiv gegründet ist.
Teilnahmeberechtigt sind Ideenträger/innen aus schweizerischen
Hochschulen und Universitäten (Studierende, Doktoranden, Professoren
etc), die ihr Unternehmen noch nicht gegründet haben. Bewerbungen sind
jederzeit möglich.
Die zwei Gewinnerteams: StereoTools (links) und Iminia Technologies (rechtsm Foto Alain Herzog)
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