# Monday, December 14, 2009
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Dem ETH Spin-off Nanolytix ist es gelungen, eine Technologie zu entwickeln, die es erlaubt, in kurzer Zeit Nano-Partikel in Flüssigkeiten mit hoher Genauigkeit nachzuweisen. An der Swiss Equity Fair in Zürich präsentierte Mitgründer Christopher Latkoczy die neue Apparatur, den Nanolyzer.

Nanoteilchen bestehen aus Atomen und sind bis zu 100 Nanometer gross, wobei ein Nanometer einem Millionstel eines Millimeters entspricht. Die winzig kleinen Partikel finden in verschiedensten Branchen – von der Nahrungsmittelindustrie über die Kosmetik bis zur Medikamentenforschung – Anwendung. Ganz ungefährlich sind sie aber nicht. Noch ist unklar, inwiefern die Nanoteilchen Schaden anrichten können.

Nanoteilchen während der Produktherstellung messen
Mit dem Nanolyzer wollen die zwei Gründer Dr. Christopher Latkoczy, Privatdozent für Analytische Chemie ETH Zürich und Bartjan den Hartogh, angehender Materialwissenschaftler eine neue Technologie auf den Markt bringen. Damit wird es unter anderem ermöglicht, den Anteil Nanoteilchen bereits während der Herstellung von Produkten zu messen und so die Produktionsprozesse zu optimieren. Entwickelt wurde der Prototyp dieses neuartigen Analysegeräts im Rahmen eines Forschungsprojekts der Eawag, der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz und der ETH Zürich. Das daraus hervorgehende Spin-off Nanolytix will zusammen mit weiteren Spezialisten auf dem Gebiet der Nanowissenschaften sowie der Wirtschaft das Projekt weiterentwickeln. Drei Fragen an das innovative Gründer-Team!

Wie funktioniert der Nanolyzer genau?
«Der Nanolyzer funktioniert prinzipiell wie eine Taschenlampe und ein Fotoapparat: Man zielt einen definierten Lichtstrahl auf eine Probe und schaut sich das Bild an, welches entsteht. Aufgrund dieses Erscheinungsbilds kann dann auf die Grösse, die Konzentration und die Chemie der Nanoteilchen geschlossen werden.»

Was sind die Vorteile gegenüber der Konkurrenz?
«Die Vorteile gegenüber der Konkurrenz liegen hauptsächlich darin, dass unsere Technologie ganz kleine Partikel zu detektieren vermag, welche nach heutigem Stand der Kenntnis ein grosses Gesundheitsrisiko darstellen. Zudem sind wir mit Hilfe des Nanolyzers in der Lage, bereits geringste Konzentrationen festzustellen. Ein weiterer erwähnenswerter Vorteil ist, dass während der Messung direkt auf die Messresultate zugegriffen werden kann, was die Technologie sehr attraktiv macht für Firmen, die gezielt Nanopartikel in der Produktion ihrer Produkte einsetzen. Man kann sich das so vorstellen: Nanopartikel verändern signifikant das Verhalten von Materie. Je mehr man davon braucht, umso stärker ändert man die Eigenschaften eines Produkts. Die zwei entscheidenden Parameter sind in dieser Sache Grösse und Konzentration der Nanopartikel. Wenn man also während des Produktionsprozesses direkt messen kann, in welcher Grösse und in welcher Konzentration diese Partikel zugefügt werden, dann kann der gesamte Herstellungsprozess beschleunigt und vergünstigt werden.»

Ihr seid jetzt Unternehmer. Inwiefern hat das Euer Leben verändert?
«Wir sind nun unsere eigenen Chefs. Nichts geschieht mehr durch Zufall oder Goodwill. Harte Arbeit, Transparenz, direkte Kommunikation und Spass an der ganzen Sache sind die Zutaten für den sich entwickelnden Erfolg. Wir haben den bisher eingeschlagenen Weg der reinen Wissenschaft verlassen und uns auf den Unternehmerweg begeben, was natürlich ein gewisses Risiko mit sich bringt. Aber wo ein Risiko ist, existiert auch eine Chance. Wir nehmen genau dieses Risiko bewusst in Kauf. Das eröffnet uns die Möglichkeit, bisher völlig ungeahnte Talente zu entfalten und diese auch direkt in die Tat umsetzen zu können, und das ohne wenn und aber. Ausserdem sind wir wie erwähnt unmittelbar selbst dafür verantwortlich, ob sich unsere Vision und unsere Ziele verwirklichen lassen und das gibt uns ein sehr gutes Gefühl.»

Auf dem Weg zum Erfolg mit venturelab
Nanolytix hat bereits mehrere Preise eingeheimst. Neben dem «Prix du Jeune Entrepreneur 2009 (school winner ETH Zurich)» der französischen Handelskammer hat das Startup auch die Jury von venture kick überzeugt und dabei 10‘000 Franken gewonnen. Das unternehmerische Know-how holten sich die Firmengründer in den Workshops von venturelab. Bartjan den Hartogh meint dazu: «Die Kurse von venturelab öffnen bei aktiver Mitarbeit viele Türen zur erfolgreichen Selbstständigkeit. In den Workshops werden die richtigen Fragen gestellt. Zudem spielen sie beim Knüpfen der ersten Kontakte eine zentrale Rolle. MBA in Rekordzeit! Für jeden, der mehr will, nur zu empfehlen.»


Das Gründerteam präsentiert den Nanolyzer
Monday 14 December 2009, 06:34 AM  #     |  Comments [0]  | 
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